Was ist neuartig an dem Projekt?

Das Neuartige an dem Projekt „Bürgermut tut allen gut“ besteht darin, dass sich die Maßnahmen des Projekts nicht gezielt an Opfer oder TäterInnen Häuslicher Gewalt richten sondern an die Zivilbevölkerung. Es gibt somit keine Rollenzuschreibungen und keine Vorannahmen. Das Ziel ist eine breite Information und Sensibilisierung der Menschen in der Samtgemeinde Barnstorf zum Thema Häusliche Gewalt und Zivilcourage.

 

Kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit

 

Durch eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit sollen Haus- und WohnungsnachbarInnen, ArbeitskollegInnen, Spielplatzeltern sowie VereinskollegInnen für mehr Zivilcourage im Bereich Häuslicher Gewalt sensibilisiert werden. Es werden an verschiedenen Orten Infostände aufgebaut, Haustürgespräche geführt, besondere Aktionen im Rahmen von regionalen Festen und Veranstaltungen angeboten, um nur einige der geplanten Maßnahmen zu nennen.

 

Gezielte Ansprache und Schulungen

 

Darüber hinaus erfolgt eine gezielte Ansprache an Vereine, Schulen und Kindergärten, um auch auf diesem Wege Menschen zu finden, die sich schulen lassen möchten, um zukünftig couragierter handeln zu können und somit auch zu einem veränderten Handeln in ihrer Umgebung beitragen. Wichtig ist es, deutlich zu machen, dass es bei Zivilcourage grundsätzlich um ein aktives Handeln geht, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, und dass dieses aktive Handeln auch bei Häuslicher Gewalt angesagt ist.

 

Handlungsmöglichkeiten werden aufgezeigt

 

Für Erwachsene im Rahmen von MultiplikatorInnenschulungen, für Kinder und Jugendliche durch besondere Unterrichtseinheiten. Ein weiteres Ziel des Projektes ist es, zu einer veränderten Wahrnehmung von Gewalt zu kommen und der Einstellung entgegen zu arbeiten, dass Häusliche Gewalt eine Privatangelegenheit ist. Häusliche Gewalt betrifft uns alle und ist ein gesamtgesellschaftliches Thema, das u.a. auch große volkswirtschaftliche Kosten verursacht.

 

Wenn es gelingt, dieses Projekt erfolgreich umzusetzen, dann haben Opfer Häuslicher Gewalt die Chance, Hilfestellungen und Sicherheit durch erlebte Solidarität in ihrem sozialen Umfeld zu erfahren.

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